Einsatzübung S1

Einsatzübung S1

19.11.2019, 19:45Uhr

Am Dienstag, den 19.11.2019 übte die Feuerwehr Braunau den Ernstfall mit einem Sonderalarm. Um 19:45 Uhr ertönte in Braunau die Sirene und alarmierte die Feuerwehrleute der Einsatzabteilung aus Braunau.
Das Auto wurde mit 6 Leuten besetzt und rückte zum Übungsalarm F2-Y, in die Straße Zum Braunauer Berg aus.


Am Einsatzort angekommen befahl der Einheitsführer des TSF-W (Jonas Koch), einen Einsatz mit Bereitstellung.
Darauf hin rüsteten sich zwei Feuerwehrleute mit Atemschutz aus und platzierten sich am vorher festgelegtem Ort des Verteilers. Maschinist und Wassertrupp stellten die Wasserversorgung vom Auto zum Verteiler, wie auch die B-Leitung vom Hydranten bis zum Fahrzeug her.
Zeitgleich begann der Einheitsführer mit der Erkundung der Lage. Er fand ein stark verrauchtes Einfamilienhaus vor. Es wurde angenommen das sich der Brand in den Kellerräumen befand. Vor dem Gebäude konnte der Einheitsführer, durch eine Person die sich selbständig aus dem Haus befreien konnte, Informationen über die noch im Gebäude vermissten Personen in Erfahrung bringen. Bei der Umrundung des Einfamilienhauses, fand der Einheitsführer der Staffel aus Braunau, zwei Personen die sich aus dem 1 OG. durch ein Fenster ins frei retten konnten. Eine der zwei Personen, brach sich beim Sprung ein Bein, wobei die zweite Person mit einem Schock davon kam.


Nach der Erkundung durch den Einheitsführer, übermittelte er dem Angriffstrupp alle wichtigen gesammelten Informationen zu Lage. Darauf hin begann dieser seine Schlauchleitungen vor dem Kellereingang aufzubauen. Vermisst wird im Keller noch eine Person.

Im selben Moment stieß die Feuerwehr Odershausen mit ihrem TSF-W hinzu und platzierte ihr Feuerwehrauto im sicherem Abstand zum Gebäude. Der Einheitsführer der Braunauer Feuerwehr besprach sich mit dem Einheitsführer der Wehr aus Odershausen (Jörg Schaumburg).
Maschinist und Wassertrupp der Feuerwehr Odershausen brachten die Leiter giebelseitig vor dem Gebäude in Stellung. Denn nach Angaben der Person vor dem Gebäude, befand sich dort noch eine weitere Person die im Rauch zusammen gebrochen war. Der Angriffstrupp der Feuerwehr aus Odershausen rüstete sich mit Atemschutzgeräten aus und stieg mit Hilfe des Wassertrupps die Leiter zum Balkon hinauf. Dort angekommen fanden sie eine bewusstlose Person vor. Der Angriffstrupp wusste sich mit einem Rettungsknoten zu helfen und transportierte die Person über die Steckleiter vom Balkon. Unten wurde diese vom ebenfalls eingetroffenen Rettungsdienst des DRK’s entgegen genommen und behandelt.

Der Wassertrupp der Feuerwehr Braunau betrat das Gebäude als zweiter Angriffstrupp. Zum Sicherheitstrupp wurden die Atemschutzgeräteträger der Feuerwehr Bergfreiheit. Diese brachte zuvor ihr TSF-W auf dem Hof der Kirche in Stellung. Auf Befehl des Einhaitsführers (Werner Gehrke) bauten der Wassertrupp eine weitere Wasserversorgung, über einen sich dort befindenden Überflurhydrant auf.

Als auch der Betreuungszug von Waldeck Frankenberg unter Führung des Zugführer Marc Stockheim eintraf, um die jetzt schon vielen verletzten Personen zu betreuen, kehrte der Angriffstrupp der Feuerwehr Braunau mit der im Keller vermissten Person zurück ins Freie. Der Betreuungszug nahm auch diese Person in ihre Obhut. Daraufhin begab sich der Angriffstrupp zurück ins Gebäude, um dort dem Wassertrupp bei der Brandbekämpfung behilflich zu sein.

Die Einheitsführer der Feuerwehrfahrzeuge bekamen nun einen Ansprechpartner in vorm eines Zugführers (Stefan Gimbel). Ihm wurde die Lage durch die Einheitsführer erläutert.


Die zwei Personen die sich durch das Fenster in Freie retten konnten, wurden durch Feuerwehr Leute betreut. Als sich der Betreungszug im Gerätehaus der Feuerwehr Braunau einquartiert hatte, konnten die betroffenen Personen dort betreut und behandelt werden.

Nach ein paar Minuten kam es zu einem Atemschutznotfall. Ein Feuerwehrmann des Angriffstrupps der Feuerwehr Braunau wurde im Kellerraum Bewusstlos. Der Angriffstruppführer setzte einen Funkspruch ab und gab den Standort und die neue Lage an den Einheitsführers weiter. Dieser besprach sich in kürzester Zeit mit den Einheitsführern der Odershäuser- und Bergfreiheiter Feuerwehrn. Daraufhin eilten die als Sicherheitstrupp platzierten Atemschutzgeräteträger der Feuerwehr Bergfreiheit ins Gebäude, um den ersten Angriffstrupp ausdem noch stark verrauchtem Gebäude zu retten. Zwei weitere Atemschutzgeräteträger der Wehr aus Odershausen stellten den neuen Sicherheitstrupp.
Auch das DRK platzierte sich mit Trage vor dem Gebäude um den Verunglückten zu übernehmen.

Im Keller des Einfamilienhauses half der Angriffstruppführer dem Trupp aus Bergfreiheit, seinen Kameraden aus dem Gebäude zu bringen. Draußen angekommen, konnte der Bewusstlose mit geübten Handgriffen aus seiner Feuerschutzkleidung befreit und durch den Sanitätszug betreut und behandelt werden.
Der Wassertrupp der sich noch im Gebäude befand, konnte das Feuer löschen und verließ daraufhin das Einfamilienhaus.

Die Übung diente der Zusammenarbeit der Feuerwehren und des Rettungsdienstes. Aber auch das Vorgehen in und außerhalb des Gebäudes wurde versucht realistisch darzustellen. Das Retten aus verschiedenen Lagen und das betreuen der verunglückten Personen konnte geübt werde. Die Zusammenarbeit lief sehr gut, trotz alledem dient eine solche Übung auch um einzelne Punkte noch zu verbessern.

Matthias Wagener (Wehrführer Braunau) konnte die Feuerwehr Braunau, Feuerwehr Bergfreiheit und die Feuerwehr Odershausen aber auch den Rettungsdienst des DRK’s wieder einmal sehr gut in einer Großübung zusammen führen. Mit Hilfe seines Stellvertreters Stefan Gimbel, boten sie eine gut inszenierte Lage, realistische Verletzungen durch den Notfalldarsteller Tim Henkel und eine allgemein gute Organisation.


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